Hochbeete erobern immer mehr Städte, Balkone, Terrassen, Parkanlagen sowie Gärten. Kein Wunder, denn der spezielle Aufbau fördert das Pflanzenwachstum und führt zu früherer Ernte. Mit den nachstehenden Tipps erklären wir Euch wie ihr problemlos euer eigenes Hochbeet bauen könnt.

Anleitung:

Ein Hochbeet besteht aus verschiedenen Schichten verrottbaren Materials. Da während der Verrottung Wärme freigegeben wird, erhöht sich die Bodentemperatur dabei um bis zu 5° C im Vergleich zum Flachbeet. Das Ergebnis ist schnelleres Wachstum und frühzeitige Ernte.

Außerdem besitzt das Hochbeet im Vergleich zum Flachbeet einen weiteren deutlichen Vorteil: Durch die hochgestellte Bauweise wird die Gartenarbeit erleichtert und das bequeme Gärtnern im Stehen wird ermöglicht.

Zeitpunkt und Standort

Am besten wird das Hochbeet im Herbst oder sehr zeitig im Frühjahr angelegt. Wichtig: Das Hochbeet sollte in Nord-Süd-Richtung angelegt werden, denn so kann das Sonnenlicht optimal ausgenutzt werden.

Bau des Hochbeets:

  1. Hebe eine 20 – 30 cm tiefe und circa 150 cm breite Grube aus und bewahre die Grassoden auf.
  2. Baue einen Holzrahmen in der gewünschten Höhe. Wir empfehlen aufgrund einer angenehmen und rückenschonenden Arbeitshaltung eine Höhe von 100 cm bis 130 cm oder ungefähr deine Hüfthöhe. Die Breite sollte deine Armlänge (zwischen 80 cm und 90 cm) nicht überschreiten, damit du angenehm arbeiten kannst.
  3. Verkleide anschließend die Innenwände deines Hochbeets mit einer Teich- oder Noppenfolie. Das verlängert die Haltbarkeit des Holzes und verhindert die Austrocknung der Erde und die Verdunstung des Hochbeets.

Tipp: Falls du etwas Besonderes möchtest, baue dir ein Hochbeet aus Metall. Die durch den verwitternden Stahl entstehende Patina sorgt für ein spannendes Äußeres und witterungsbeständiges Aluminium hält für die Ewigkeit.

Befüllung des Hochbeets:

Nachfolgend haben wir die verschiedenen Schichten eines Hochbeetes in chronologischer Reihenfolge von unten nach oben aufgeführt. So könnte zukünftig dein Hochbeet aufgebaut sein.

  1. Drahtgeflecht: Bedecke den Boden deines Gemüsebeets mit einem engmaschigen Drahtgeflecht, um das Eindringen von ungewollten Besuchern wie Nagetiere zu vermeiden.
  2. Reisig, Äste oder Strauchschnitt: Du kannst zunächst etwas gröberes Material verwenden (ca. 20cm) und anschließend schaffst du mit dünnen Ästen (ca. 15cm) eine optimale Grundlage und Belüftung für dein Hochbeet.
  3. Kompost: Mit halb zersetzen, feineren Pflanzenresten, Gartenabfällen, Bioabfall, Laub und Strauch- oder Grasschnitt füllst du die mittlere Schicht deines Beetes (ca. 25cm).
  4. DüngMe: Unser natürlicher Universaldünger enthält viele wichtige Mineralstoffe, verbessert die Bodenstruktur, aktiviert die Bodenfruchtbarkeit und regt das Bodenleben an.
  5. Umgedrehte Grasnarben / Rasenoden: Lege die Grasnarben oder Rasenoden mit den Wurzeln nach oben in das Beet, denn diese helfen den Pflanzen beim hervorragenden Anwachsen.
  6. Pflanzen- oder Hochbeeterde: Mit der richtigen Erde in der obersten Schicht gibst du deinen Pflanzen eine gute Grundlage für ein prächtiges Wachstum.

Wichtig: Damit die natürliche Heizung im Hochbeet funktioniert, ist es wichtig das Schichtsystem richtig anzulegen.

Hebe eine 20 – 30 cm tiefe und circa 150 cm breite Grube aus und bewahre die Grassoden auf.  Baue einen Holzrahmen in der gewünschten Höhe. Wir empfehlen aufgrund einer angenehmen und rückenschonenden Arbeitshaltung eine Höhe von 100 cm bis 130 cm oder ungefähr deine Hüfthöhe. Die Breite sollte deine Armlänge (zwischen 80 cm und 90 cm) nicht überschreiten, damit du angenehm arbeiten kannst.  Verkleide anschließend die Innenwände deines Hochbeets mit einer Teich- oder Noppenfolie. Das verlängert die Haltbarkeit des Holzes und verhindert die Austrocknung der Erde und die Verdunstung des Hochbeets. Am besten wird das Hochbeet im Herbst oder sehr zeitig im Frühjahr angelegt. Wichtig: Das Hochbeet sollte in Nord-Süd-Richtung angelegt werden, denn so kann das Sonnenlicht optimal ausgenutzt werden.  

Bepflanzung des Hochbeets:

Kenner raten zur Mischkultur:

Ob durch Wurzelausscheidungen oder Duft: Pflanzen können sich gegenseitig schützen und fördern. Bei Mischkulturen lässt man Pflanzen nebeneinander wachsen, die zueinanderpassen und somit die Wechselbeziehungen untereinander optimal zu nutzen. Die Kommunikation zwischen den Pflanzen läuft durch gasförmige Stoffe ab, die sowohl unter- als auch oberirdisch von den Wurzeln bzw. Blättern ausgeschieden werden. Wenn du Kräuter zwischen Gemüse pflanzst, können dadurch nicht nur Schädlinge abgewehrt werden, sondern auch der Geschmack lässt sich damit oft noch verbessern.

Die Mischung macht’s: Verschiedene Gemüsesorten, Salate und Kräuter ergänzen sich zu einer harmonischen Gemeinschaft. Sellerie und Kohl mögen sich, da Sellerie den Kohlweißling fernhalten.

Auf das Timing kommt es an:

In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe. Aus diesem Grund können Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini bestens angebaut werden. Diese gedeihen gesund und kräftig. Schwachzehrer wie Salat und Spinat folgen daher am besten erst im 3. Jahr.

Weil sich das Füllmaterial mit der Zeit setzt, musst du das Beet jedes Jahr mit Kompost oder Erde neu auffüllen. Das führt zu einer willkommenen Belebung des Bodens. Ist das gesamte Material verrottet, wird die Erde im Garten verteilt und du kannst das Hochbeet neu aufbauen.

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