Vegan bedeutet, dass man sich ohne die Verwendung von tierischen Produkten ernährt. Damit sollen wir nicht nur gesünder leben, sondern damit soll auch die Ausbeutung der Tiere durch den Menschen beendet werden. Das bedeutet aber auch ganz klar, dass jeder dabei eingesetzte Dünger ohne tierische Produkte auskommen muss.

Ein guter Dünger ist die Grundlage für eine gelungene Ernte. Ihn mit tierischen Produkten herzustellen, kann daher gleich doppelt nicht der veganen Lebensweise entsprechen. Erstens würde er so wieder Tiere in die Ernährung einbringen und zweitens würde er die Ausbeutung der Tiere durch den Menschen vorantreiben.

Es gibt jedoch eine Antwort auf dieses Problem. Diese besteht im veganen Dünger. Damit ist eine gute Ernte auch ohne die Ausbeutung von Tieren und ohne den Einsatz tierischer Produkte möglich. Das Ganze bringt sogar noch mehr Vorteile, wenn man einmal etwas genauer hinsieht.

Tierische Produkte im normalen Dünger

Dünger besteht aus mehreren Inhaltsstoffen. Die Wichtigsten sind dabei Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das eigentliche Problem sind jedoch nicht die Inhaltsstoffe selbst, sondern aus welcher Quelle diese Stoffe stammen.

Wer einen Blick in die klassische Landwirtschaft wirft, wird etwas Interessantes feststellen. Dort kommen die Nährstoffe, die im Dünger enthalten sind, von den Tieren. Das heißt, es werden bestimmte Produkte bzw. Abfallprodukte aus der Zucht und Verwertung von Tieren verwendet. Diese lassen sich nicht mehr anderweitig nutzen, so dass sie eben schlicht über den Dünger noch einmal einem Zweck zugeführt werden. Während das für einen klassischen Bauern einleuchtend klingt, sind das nicht unbedingt die Worte, die man als Veganer hören möchte.

Welche tierischen Produkte lassen sich im handelsüblichen organischen Dünger finden:

  • Kot und Urin
  • Knochen und Schlachtabfälle
  • Horn, Haare und Federn

In der klassischen Landwirtschaft macht es Sinn, diese Dinge zu verwerten, anstatt sie zu entsorgen. Um als Veganer einen guten Dünger zu erhalten, muss jedoch nicht unbedingt darauf zurückgegriffen werden. Es gibt auch rein pflanzliche Dünger, die ihren Stickstoff, Phosphor und Kalium aus anderen Quellen beziehen. Wie es auch bei DüngMe der Fall ist.

Macht veganer Dünger Sinn?

Die klassische Landwirtschaft gerät langsam in Bedrängnis, denn die Leute legen immer mehr Wert auf das Wohl der Tiere und eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen. Dementsprechend muss sich auch der Dünger anpassen, d.h., auch er muss vegan werden.

Dünger ist nicht gleich Dünger. Es gibt einmal die organische und einmal die künstliche Ausführung. Kunstdünger kommt zum Beispiel ohne den Einsatz von tierischen Produkten aus. Das bedeutet aber nicht, dass er Sinn macht.

Für die Herstellung von künstlichem Dünger werden eine Menge Ressourcen verbraucht. Diese sind nicht unendlich vorhanden, sondern werden als Mineralien abgebaut. Darüber hinaus wird bei der Herstellung sehr viel Kohlendioxid freigesetzt und schlussendlich macht der Dünger selbst wenig Sinn. Er lässt sich nämlich sehr leicht aus dem Boden herauswaschen und erreicht daher nicht unbedingt die Pflanzen.

Organische Dünger dagegen sind nachhaltig. Sie werden nicht aus endlichen Ressourcen gewonnen. Auch laufen die Herstellungsprozesse mit Mikroorganismen statt, so dass dabei weniger Kohlendioxid freigesetzt wird. Darüber hinaus wirkt organischer Dünger langsamer und bleibt länger in der Erde enthalten. Damit kommt er auch tatsächlich den Pflanzen zugute.

Inhaltsstoffe von veganen Düngern?

Organisch bedeutet aber noch nicht unbedingt vegan. Das liegt daran, dass es für einen veganen Dünger darauf ankommt, dass er nicht aus tierischen Produkten hergestellt wurde. Das aber geht, indem anstatt auf Knochen, Schlachtabfällen, Kot und Urin auf andere Quellen für die Nährstoffe zurückgegriffen wird. Dafür kommen Hülsenfrüchte, Kompost und Gründüngung, darüber hinaus auch Algen, Pflanzenextrakte und Abfälle aus der Futter- und Lebensmittelindustrie in Frage.

Für veganen Dünger werden also einfach die Nährstoffquellen ausgetauscht. Damit allein ist es aber noch nicht ganz getan. Das liegt an einer Eigenart des organischen Düngers und daran, wie auf diese Eigenart gewöhnlich reagiert wird.

Organischer Dünger bietet den Pflanzen weniger Nährstoffe als künstlicher Dünger. Daher wird der organische Dünger oftmals mit ein wenig künstlichem Dünger angereichert. Damit bekommen die Pflanzen einen sofortigen Schub an Nährstoffen über den künstlichen Anteil und eine längere Versorgung über die organischen Anteile. Bei DüngMe jedoch sind die Nährstoffe rein organisch gebunden.

Vegan heißt aber auch, dass es auf die Nachhaltigkeit ankommt. Diese ist jedoch mit dem künstlichen Dünger nicht gegeben. Das heißt, hier muss auf die Anreicherung des Düngers mit einigen künstlichen Anteilen verzichtet werden. Die Folge ist, dass mehr davon verwendet werden muss. Da dabei aber die Nährstoffe auch zugleich langsamer abgegeben werden, hält die Düngung für bis zu drei Monate vor. Das gleicht auch die etwas höheren Kosten, die mit einem veganen Dünger verbunden sind, aus.

Die Vorteile des veganen Düngers

Veganer Dünger kommt mit einer Reihe von Vorteilen gegenüber dem klassischen, organischen Dünger. Das beginnt damit, dass keine tierischen Produkte darin enthalten sind. Darüber hinaus entsteht bei der Herstellung weniger Kohlendioxid als bei der Herstellung von mineralischem Dünger. Selbst organischer Dünger mit tierischen Produkten bringt mehr Kohlendioxid in die Luft, bedingt durch die Tierhaltung.

Der vegane Dünger enthält auch weit weniger Keime, da hier kein Kot, Urin und auch keine Schlachtabfälle verwendet werden. Das bringt es zugleich mit sich, dass auch die Rückstände von Medikamenten, wie Antibiotika, die bei der Tierzucht verwendet werden, entfallen.

Weiterhin sind vegane Dünger oftmals auch bio zertifiziert. Ohne Chemie ist der vegane Dünger auch für Mensch und Tier unbedenklich und für die Umwelt insgesamt sehr schonend.

Für den Boden bringt der Dünger nicht nur mehr Nährstoffe und damit eine bessere Fruchtbarkeit. Er unterstützt auch das aktive Leben dort und sorgt für ein gesundes Biotop, das wiederum ein gesundes Pflanzenwachstum besser unterstützt.

Für die Pflanzen ist die Zuführung der Nährstoffe sehr schonend. Da diese nach und nach freigegeben werden, ist der Boden damit nicht übersättigt und danach schnell wieder ausgewaschen. Vielmehr werden die Nährstoffe immer dann zugeführt, wenn die Pflanzen diese auch tatsächlich brauchen.

Ohne die Verwendung tierischer Produkte entsteht auch kein auffallender bzw. aufdringlicher Geruch. Darüber hinaus ist die Staubbelastung sehr gering. Wenn die pflanzlichen Stoffe, die bei der Herstellung verwendet werden, ihrerseits Abfallprodukte sind, werden gleich noch die Ressourcen geschont.

Fazit

Veganer Dünger macht aus verschiedenen Gründen Sinn. Er ist nachhaltiger als der künstliche Dünger und er riecht besser und ist unbelastet im Vergleich zum klassischen, organischen Dünger. Darüber hinaus beendet er die Ausbeutung der Tiere durch den Menschen und bringt keine tierischen Produkte in die Ernährung ein.