Dein Garten ist deine Verbindung zur Natur. Um das Ganze perfekt zu machen, gehören dazu auch noch ein paar Vögel. Dann sind deine Blumen, deine Büsche und deine anderen Pflanzen in der richtigen Gesellschaft und das Ganze kommt mit ein wenig Gesang. Die Frage ist nun, wie du deinen Garten zu einem Vogelparadies machen kannst.

Der erste Schritt – Essen und Trinken

Tierchen, auch die, die fliegen, brauchen Futter und auch ein wenig Wasser. Im Sommer sieht das mit dem Futter noch einfach aus, doch sobald es kühler wird, wird die Suche danach länger und anstrengender. Futterstellen können dann helfen, deinen Garten für die gefiederten Freunde attraktiv zu machen.

Mit dem Wasser ist das Ganze noch ein wenig komplizierter. Das brauchen die lieben Vögel nicht nur zum Trinken, sondern auch, um sich damit zu reinigen. Sie lieben es, sauber zu sein. Das Wasser wiederum ist im Sommer nicht so leicht zu finden. Hier ist eine Vogeltränke eine super Hilfe.

Vögel sind aber nicht nur kleine, singende und gefiederte Gesellen. Sie sind auch gefundene Fresschen für Katzen. Diese stürzen sich gern von erhöhten Positionen herunter und schnappen sich die kleinen Flieger. Das bedeutet, dass die Vogeltränke und die Futterspender erhöht angebracht sein sollten. Dann sind deine Gäste vor Raubtieren, wie der gewöhnlichen Hauskatze, relativ sicher.

Ein Futterhäuschen ist die erste, intuitive Lösung, doch diese ist eher nicht so ratsam. Dort halten sich die Vögel dann nämlich gern etwas länger auf, was zu Verschmutzung führt. Vor allem Kot und die Keime auf dem Gefieder der singenden Flieger können so leicht auf die Nahrung gelangen. Besser sind einfach nur Futterstellen und Trinkplätze.

Das Futter bzw. Wasser sollte ihnen an Stellen geboten werden, die relativ geschützt gegen Wind oder Regen sind. Darüber hinaus sollten sie häufig gereinigt werden. Das sind eine Menge Anforderungen, doch die richtige Umsetzung wird dir viele gefiederte Besucher bringen.

Ein Platz zum Baden und zum Brüten

Ein kleiner Strand kommt bei den Vögeln gut an. OK, es muss nicht der Strand am Meer sein. Ein kleiner Teich oder ein Vogelbad mit ein wenig Sand herum ist jedoch eine große Hilfe. Nistkästen wiederum bieten den Vögeln ein Zuhause, in dem sie Brüten können. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass diese hoch angebracht sind, damit die besagten Raubtiere keine Beute machen können.

Hecken und grüne Flächen

Vögel brauchen Rückzugsorte. Darüber hinaus möchten sie etwas haben, wo sie nach Nahrung suchen können. Sträucher sind dafür sehr gut geeignet, noch besser ist eine Hecke bzw. eine Sträucherhecke. Darüber hinaus bieten ihnen Kletterpflanzen ebenso einen Rückzugsort, wo sie sich einfach mal ausruhen können. So kannst du eine Mauer oder ein Gartenhaus begrünen und schon werden die gefiederten Freunde kommen.

Gib der Natur freien Lauf

Viele Menschen haben im Grunde genommen verlernt, was Natur bedeutet. Wir sind daran gewöhnt, dass alles in planen Flächen mit rechten Winkeln kommt. So bauen wir unsere Häuser, unsere Städte und unsere Geräte. Die Natur ist jedoch rund und voller Unordnung.

Vögel können mit einer zu großen Ordnung nicht viel anfangen. Es ist daher besser, einfach eine Ecke im Garten der Natur zu überlassen. Dort kann diese sich austoben und sie lockt die gefiederten Flieger an.

Besonders gerne haben Vögel den Apfeldorn, die Eberesche, die Kornelkirsche und die Apfelrose. Diese sehen bunt aus und bieten ihnen Früchte als Nahrungsquelle an. Die Naturecke in deinem Garten wird darüber hinaus Insekten anlocken, die ebenfalls ein gefundenes Fressen für die Vögel darstellen.

Übrigens solltest du auch Laub einfach mal liegen lassen. Die Vögel lieben es, dieses zu durchstöbern. Du kannst dir sogar ein Spiel daraus machen und hin und wieder einen Leckerbissen darin verstecken.

Keine Pestizide

Pestizide schützen dich vor Insekten. Insekten sind die Nahrung der Vögel. Pestizide bedeutet: keine Insekten und damit keine Vögel. Es gibt andere Möglichkeiten mit den Insekten umzugehen, die Vögel nicht in Mitleidenschaft bringen. Das beginnt zum Beispiel beim Mulchen und setzt sich über einen natürlich aufgebauten Garten fort, indem die Pflanzen sich gegenseitig schützen.

Darüber hinaus kannst du mit einem organischen bzw. natürlichen Dünger arbeiten. Diese bieten den Pflanzen die richtigen Nährstoffe in der richtigen Menge über einen längeren Zeitraum hinweg. Damit unterstützen sie den Aufbau eines natürlichen Biotops, zu dem dann auch ein paar Insekten und die Vögel gehören.

Vermeide penibel gepflegte Rasen

Ein richtig gut gepflegter Rasen, eine exakt geschnittene Hecke, all das sieht für uns Menschen gut aus. Für die Vögel aber ist ein solcher Anblick ein Graus. Dort gibt es für sie keine Nahrung, nichts, worauf sie sich ausruhen oder womit sie spielen können. Klarer gesagt, eine einzelne, verblühte Blume bietet einem Vogel viel mehr, als ein super und exakt gepflegter Garten.

Die Pflanzen in deinen Garten sollten viele Arten enthalten, die der heimischen Flora entstammen. Dann ziehen diese Insekten an, die den Vögeln als Nahrung dienen. Exotische Pflanzen dagegen haben keine Wirkung auf das Futter der Vögel.

Hast du Obstbäume oder Sträucher mit Beeren in deinem Garten, dann ernte nicht alles ab. Lass ein paar Früchte hängen. Das zieht Insekten an, die dort auch überwintern. Damit lieferst du auch in der kalten Jahreszeit ein wenig natürliches Futter für die Vögel.

Keinen Kiesgarten

Vermeide auch die Kiesgärten, die sich vor allem in den Vorgärten in Wohnanlagen immer mehr ausbreiten. Diese gelten als pflegeleicht, doch das sind sie nicht. Sie ziehen wuchskräftige Pflanzen an, darunter die Brennnessel und den Löwenzahn.

Besser ist es, einen natürlichen Garten zu kreieren, in welchem die heimischen Pflanzen wachsen. Diese halten die Brennnessel und den Löwenzahn besser in Schach. Darüber hinaus bieten sie den Vögeln mehr Rückzugsraum, mehr Brutplätze und mehr Nahrung. Das spricht sich in der Vogelgemeinde herum und schon bald werden sie zu dir kommen.

Vögel sind Natur

Vögel sind ein Bestandteil der Natur. Behandle sie so und biete ihnen einen natürlichen Lebensraum. Dann werden sie sich gern in deinem Garten aufhalten. Traktierst du sie aber mit unnatürlicher Ordnung, Düngung, Trimmung und dergleichen, dann bleiben sie sehr gern sehr fern. Es ist einfach an dir, wieder etwas mehr Natur zuzulassen.