Wer einen grünen Rasen mit gesundem Gras möchte, muss für die richtige Pflege sorgen. Das erlaubt es dir dann im Sommer dich darauf zu entspannen und dich an dem Anblick zu erfreuen. Die Arbeit dafür beginnt aber nicht erst dann, sondern bereits in den kalten Monaten zuvor. Nur mit ständiger Aufmerksamkeit und Zuwendung lässt sich das gewünschte Ergebnis erreichen.

Die Jahresplanung

Du brauchst einen Kalender für deinen Rasen, in dem du dir die einzelnen Schritte notierst, damit du sie nicht vergisst und zur rechten Zeit ausführst. Das beginnt mit den Vorbereitungen im Januar und Februar. Danach folgt das Säen von April bis Juni und dann noch einmal im September.

Gemäht werden muss von März bis Oktober. Die Wässerung erfolgt von Juni bis September. Das Düngen beschäftigt dich von März bis September und das Vertikutieren im April und Mai sowie September und Oktober.

Vergiss darüber hinaus nicht, das Unkraut zu vernichten. Das geschieht von März bis Oktober. Dazu kommt das Sanden im Mai und Juni und das Lüften im April und September. Am Ende des Jahres, von Oktober bis Dezember, steht das Sammeln des Laubes auf dem Plan.

Du siehst, es gibt viele verschiedene Arbeiten, die sich zeitlich erheblich überlappen. Das lässt sich nicht einfach merken. Dafür brauchst du einen Kalender, auf dem du das Ganze übersichtlich eintragen kannst. Dann überspringst du nicht einfach mal einen Schritt bzw. eine Arbeit.

Den Rasen bewässern

Einer der wichtigsten Aspekte der Rasenpflege ist die Bewässerung. Liegst du damit nur ein wenig daneben, dann musst du dich mit braunen oder gelben Stellen anfreunden. Wenn diese erst einmal auftauchen, wirst du gewöhnlich nicht um eine erneute Aussaat herumkommen.

Im Sommer, wenn die Sonne den Boden austrocknet, können deine Grashalme sehr schnell verdorren. Im Schnitt geht dabei pro Tag und Quadratmeter 4 Liter Wasser verloren. Das musst du ausgleichen, indem du alle drei oder vier Tag den Rasen sprengst. Dabei sollten 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter zugeführt werden, um den Verlust auszugleichen. Nur dann ist gewährleistet, dass genügend Wasser in den Boden einsickert, um alle Schichten zu erreichen.

Wichtig ist auch der Zeitpunkt des Sprengens. Das sollte nicht am Mittag geschehen, denn dann verdunstet der größte Teil des Wassers praktisch sofort wieder. Dadurch gehen die Pflanzen nicht nur leer aus, sie können sogar einen Schaden erleiden. Bewässere daher deinen Rasen ganz früh morgens oder am Besten spät abends. Dann hat der Rasen von dem Wasser am meisten.

Den Rasen düngen

Pflanzen brauchen Nährstoffe und der Rasen macht dabei keine Ausnahme. Diese Nährstoffe kann der Boden aber nicht allein liefern. Es sind dort zwar einige davon enthalten, doch diese werden mit der Zeit verbraucht. Dann ist Nachschub vonnöten.

Die Düngung kannst du mit Kunst- oder mit organischem Dünger durchführen. Der Vorteil des Kunstdüngers besteht darin, dass dem Rasen viele Nährstoffe zugeführt werden. Der Nachteil ist jedoch, dass die Zuführung praktisch auf einen Schlag erfolgt. Damit erreichst du als keine anhaltende Wirkung und oftmals wird der Dünger bei einem Regen oder beim Sprengen einfach weggespült bzw. ausgewaschen.

Organische Dünger verfügen über weniger Nährstoffe, also brauchst du mehr davon. Dafür aber geben sie die Nährstoffe langsam an die Pflanzen ab. Sie bringen dir also eine Langzeitwirkung.

Besonders geeignet ist ein Naturdünger, da damit keine tierischen Produkte in deinen Rasen eingebracht werden. Diese können Chemikalien, die bei der Tierzucht verwendet werden, enthalten und darüber hinaus können sie einen unangenehmen Geruch entwickeln. Mit einem natürlichen Dünger dagegen vermeidest du Chemikalien und brauchst keine Angst haben, wenn nach dem Düngen dein Hund, deine Katze oder deine Kinder wieder auf dem Rasen spielen wollen. Hierzu schau dir doch mal unseren rein natürlichen Bio-Dünger an – DüngMe.

Dünge zweimal im Jahr, mit einer Pause von zwei oder drei Monaten. Die erste Düngung sollte im Frühjahr mit Beginn der Wachstumsphase erfolgen. Die zweite Düngung ist dann im Sommer fällig, um die verbrauchten Nährstoffe wieder nachzuliefern.

Die Düngung kannst du reduzieren, indem du einen Mähroboter oder einen Mulchmäher verwendest. Diese fangen das Gras nach dem Mähen nicht auf. Sie zerkleinern es und streuen es über den Rasen aus. Damit kann es dort wieder in Nährstoffe umgewandelt werden. Dafür sollte das Gras aber im Idealfall trocken sein, damit es nicht klumpt. Letzteres birgt die Gefahr, dass sich Fäulnisbakterien und Pilze einnisten.

Den Rasen vertikutieren

Das Vertikutieren hilft gegen Rasenfilz und Moos. Darüber hinaus lockert es die Rasendecke selbst auf, so dass wieder Sauerstoff in den Boden eindringen kann. Es sollte mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden. Der beste Moment dafür ist im Frühjahr oder Herbst, jeweils zwei Wochen, nachdem du den Rasen gedüngt hast und direkt nach dem letzten Mähen.

Nach der Düngung verfügt der Boden wieder über ausreichend Nährstoffe, um sich zu regenerieren. Wichtig dabei ist, dass die Fläche des Rasens trocken ist und dass die Höhe für das Vertikutieren korrekt eingestellt ist. Es sollte nicht tiefer als zwei oder drei Millimeter erfolgen. Das Vertikutieren nach dem Mähen stellt sicher, dass so gut wie keine Pflanzen dabei aus dem Boden herausgezogen werden.

Den Rasen lüften

Ein guter Rasen muss gelüftet werden. Das sollte das ganze Jahr über erfolgen, damit er immer schön frisch und grün bleibt. Dafür kannst du einen elektrischen Aerifizierer verwenden oder mit einer Luftgabel Löcher in den Rasen drücken.

Mit dem Lüften können sowohl Sauerstoff als auch Wasser leichter in den Boden eindringen und die Bildung von Staunässe wird verhindert. Gleich nach dem Lüften bietet es sich an, den Rasen ausgiebig zu sprengen, damit der Boden schön feucht wird und die Löcher nicht dazu führen, dass er austrocknet.

Die langfristige Pflege

Weitere Details müssen beachtet werden, um den Rasen langfristig grün und schön zu erhalten. Das beginnt damit, dass keine kahlen Stellen toleriert werden. Altes Gras muss dort entfernt, der Boden aufgelockert und neues Gras ausgesät werden. Wenn du damit wartest, breiten sich die kahlen Stellen nur aus. Halte den Boden an den kahlen Stellen feucht und dünge nach, damit die Samen aufgehen können.

Weiterhin musst du das Laub von dem Rasen entfernen, denn sonst wird das Gras darunter gelb. Harke oder mähe den Rasen und nutze das Laub für die Kompostierung. Vermische es mit dem Rasenschnitt und du hast einen natürlichen Dünger für die Zukunft.

Für deinen perfekten Rasen

Für deinen perfekten Rasen solltest du schon im Januar mit der Arbeit beginnen. Markiere dir die einzelnen Schritte für die einzelnen Monate in deinem Kalender und führe sie zur richtigen Zeit aus. Achte auf die Bewässerung, auf den richtigen Dünger, auf das Mähen und das Vertikutieren und am Ende noch auf das Lüften und Nachsäen des Rasens. Damit kann dann kaum noch etwas schiefgehen. Viel Erfolg bei deinem schönen und grünen Rasen.