Die neuen Hortensienarten sind perfekt für einen Garten, der dir wenig Aufwand aber einen super Anblick bringen soll. Sie sind unkompliziert und tragen super schöne Blüten. Die kannst du den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein genießen.

Damit sich die Hortensie als Gartenpflanze für dich lohnt, solltest du dir nicht irgendwelche davon zulegen. Hortensien sind nicht über alle Arten gleich. Es gibt Sorten, die nur einmal blühen und dann hast du nichts für den Rest des Sommers. Andere dagegen blühen auf, verblühen und können dann noch einmal im gleichen Sommer aufblühen. Du musst nur die verblasste Blüte entfernen und schon wird eine neue ausgebildet.

Einige Sorten, wie zum Beispiel die aus der Züchtung mit dem Namen „Endless Summer“, können sogar dem Frost etwas entgegensetzen. Damit kannst du dich den ganzen Sommer und länger an ihnen erfreuen, ohne dich dabei zu überarbeiten.

Neue Hortensienarten sind pflegeleicht

Die neuen Hortensien sind nicht sehr anspruchsvoll, wenn es um die Pflege geht. Gib ihnen einfach einen Standort, der halbschattig bis sonnig ist. Der Boden sollte reich an Humus und frei von Kalk sein. Darüber hinaus sollte die Erde durchgängig feucht gehalten werden. Das bedeutet, dass du auf jeden Fall gießen musst, wenn der Sommer zu heiß bzw. zu trocken wird.

Sobald du sie angepflanzt hast, gib ihnen ein wenig Dünger, am besten von der veganen Sorte. Gieße sie und sie sollten sich prächtig entwickeln. Wenn sie sich jedoch nicht an ihrem Standort ganz so wohl fühlt, dann setze sie im nächsten Frühjahr um. Damit wirst du kein Problem haben, denn die Wurzeln sind sehr kompakt.

Schneiden muss sein

Auch wenn die neuen Hortensienarten bescheiden sind und sich super für einen pflegeleichten Garten eignen, musst du sie dennoch immer wieder schneiden. Das Gute ist, dass zwar alte Sorten durchaus ihre Ansprüche dabei haben, das aber bei den neuen Sorten ganz anders aussieht.

Gerade die neuen Sorten entwickeln ständig neue Triebe. Das heißt, hier kannst du gar nichts falsch machen. Geh einfach mit deiner Gartenschere zu ihr und knipse alle Blüten ab, die nicht mehr ansehnlich sind. Dann können sich dort die nächsten bilden. Nach dem Winter entfernst du einfach die erfrorenen Triebe. Sie werden dann bald nachwachsen. Selbst, wenn du das Ganze ins Extrem steigerst und die Pflanze bis auf den Boden abschneidest, wird sie schnell wieder nachwachsen.

Das Nachwachsen erfolgt schnell und unbefangen. Du kannst also so gut wie nichts falsch machen. Dafür aber musst du sie nach 5 Jahren einmal auslichten. Dabei entfernst du mindestens ein Drittel der älteren Triebe. Danach wird deine Hortensie wieder umso schöner blühen.

Die richtige Wirkung

Willst du die beste Wirkung erhalten, also einen gelungen Anblick, dann pflanze deine Hortensien nicht allein. Setze sie in kleinen Gruppen von bis zu 5 Pflanzen aus. Dann bekommst du bald einen endlosen Sommer in Form einer schönen Blüteninsel.

Gute Orte sind vor deiner Hecke, in ein Beet, das mit Buchsbaum eingesetzt ist, oder in Töpfen unter einem Fenster. Am besten fühlen sie sich im Halbschatten. Perfekt ist dies, wenn sie dann morgens Sonne und nachmittags Schatten erhalten.

Kombiniere deine Hortensien mit anderen Pflanzen, damit sich der Anblick noch verbessert. Gut eignen sich dafür Farne, Schattenglöckchen und Funkien. Achte aber darauf, dass die anderen Pflanzen nicht zu dominant sind, sonst leiden deine Hortensien.

Darüber hinaus kannst du deine Hortensien in einem Kübel auch gern auf deine Terrasse oder deinen Balkon stellen. Dann wird dir auch dort eine tolle Blütenpracht geboten. Du kannst dir darüber hinaus auch immer wieder Blüten für deine Vase abschneiden.

Die Kübellösung

Deine Hortensien fühlen sich auch in Kübeln gut und machen sich toll neben deinem Eingang. Du kannst auch große, Terrakotta-Töpfe oder solche aus Steingut, sowohl rund als auch eckig, verwenden. Achte jedoch darauf, dass deine Hortensien genug Sonne abbekommen und die Kübel selbst nicht zu klein sind.

Für die Kübel solltest du beachten, dass diese desto länger über eine feuchte Erde verfügen, je geräumiger sie sind. Das verhindert vor allem, dass die Wurzelballen, sie sehr empfindlich sind, nicht so schnell austrocknen. Darauf reagieren deine Hortensien nämlich doch sehr negativ.

Möchtest du sie im Kübel überwintern lassen, sollten diese einen Durchmesser von mindestens 40 Zentimeter aufweisen. Darüber hinaus müssen sie an einem Ort stehen, wo sie gegen den Wind geschützt sind. Schütze sie gegen den Frost, indem du den Kübel mit Jute oder Vlies umwickelst. Dünge sie ab dem Herbst nicht mehr, damit sie keine neuen Triebe ausbilden, die beim ersten Frost abfrieren würden.

Deine Wahl

Es gibt bei den Hortensien eine riesige Auswahl. Da fällt es niemandem leicht, sich zu entscheiden. Es gibt aber einige Randdaten, die dir dabei helfen. So musst du auf die Wuchshöhe, den Standort und die Blütenfarbe achten.

Damit dich deine Hortensien für Jahre erfreuen, musst du dir also zuerst überlegen, was sie brauchen und an welchem Standort sie das finden. Darüber hinaus muss der Standort für dich geeignet sein, damit du dich an ihnen erfreuen kannst.

Der botanische Name der Hortensien ist übrigens Hydrangea. Das kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Wasserkanne. Das ist eine Anspielung auf den hohen Bedarf an Wasser, den viele Hortensienarten aufweisen. Interessant ist, dass Hortensien schwach giftig sind. Solange du jedoch richtig mit ihnen umgehst, besteht für dich und für deine Haustiere kaum eine Gefahr.

Ältere Sorten unterscheiden sich in der Pflege von den eher anspruchslosen neuen Sorten. Gib ihnen viel Wasser, damit sie richtig gedeihen. Nutze zum Gießen am besten Regenwasser, alternativ geht auch enthärtetes Trinkwasser. Wirf immer mal wieder einen Blick auf deine Pflanzen. Wenn ihre Blätter mittags deutlich hängen, dann brauchen sie auf jeden Fall mehr Wasser.

Die älteren Sorten sind auch sehr hungrig. Sie sind Starkzehrer und es ist daher wichtig, ihnen ausreichend Nährstoffe zu liefern. Auch hier eignen sich vor allem organische und, besser noch, vegane Dünger. Dabei gilt, dass du Ende Juli mit dem Düngen aufhören solltest, damit die neuen Triebe spätestens im Herbst voll ausgereift sind. Damit können die Pflanzen den Winter überstehen.

Die Blüten werden in ihrer Farbe vom pH-Wert des Bodens beeinflusst. Ist der Wert höher, dann blühen sie rosa. Liegt der pH-Wert bei 5, dann werden die Blüten blau. Du kannst die Färbung über bestimmte Zusätze im Gießwasser in die gewünschte Richtung lenken.