Hast du Lust auf einen gelungenen Hochsommergarten? Mit diesen Tipps machst du daraus ein Paradies für dich. Dann kannst du dich dort zurückziehen, dich entspannen, den Anblick und die duftenden Blüten genießen und dich auf dem Rasengrün von deinem Stress befreien.

Ein eigener Garten ist dein kleines Stück Natur. Dort kannst du im Liegestuhl faulenzen, dem Blätterrauschen lauschen und einfach mal fünfe grade sein lassen. Dein Garten kann dir so viel geben, doch dafür braucht er auch ein wenig Hilfe von dir. Gib ihm die richtige Pflege und schon hast du dein eigenes, kleines Paradies im Hochsommer.

Auf das Gießen kommt es an

Im Sommer brennt die Sonne vom Himmel herunter und heizt die Luft, den Boden und deine Pflanzen auf. Das sorgt für mehr Verdunstung und das heißt, dass deine Pflanzen mehr Wasser brauchen.

Die Antwort ist jedoch nicht, einfach nur zu gießen. Das Wasser muss in der richtigen Menge zugeführt werden, damit es dich nicht unnütz Geld kostet und deine Pflanzen schadet. Achte also darauf, wie viel du wie und wann zuführst.

Zu viel Feuchtigkeit führt zur sogenannten Staunässe. Dann ist die Erde zu feucht und bildet einen idealen Nährboden für Pilze und Moose und darüber hinaus kommen dann noch die Schnecken. Wenn du dagegen nicht ausreichend gießt, dann kann das Wasser nicht tief genug in den Boden eindringen. Dann fließt es auf der Oberfläche ab bzw. verdunstet einfach.

Gieße lieber seltener, dafür aber mehr. Gieße den Wurzelbereich und nicht die Blätter. Lockere den Boden vor dem Gießen auf, damit das Wasser eindringen kann, anstatt einfach abzufließen. Pass die Häufigkeit und die Menge des Gießens dem Wetter an.

Gieße am besten am frühen Morgen. Dann erreichst du damit das Meiste. Als erstes sind dann die Pflanzen noch nicht aufgeheizt. Sie bekommen also keinen Schock durch das kalte Wasser. Darüber hinaus ist der Boden noch feucht von dem Morgentau. Damit kann das Wasser besser eindringen und auch die tieferen Schichten erreichen.

Am Morgen ist es kühler. Das Wasser verdunstet also nicht sofort. Erreichen am Mittag in der größten Hitze gerade noch 10% des Wassers die Wurzeln, dringt am Morgen fast alles zu diesen durch.

Am Morgen strahlt die Sonne nicht so stark. Am Mittag wirken die Wassertropen wie Linsen und sorgen dafür, dass die Pflanzen regelrecht versenkt werden. Zugleich ist der Boden am Abend wieder trocken. Das schützt vor Schnecken, Pilzen und Moosen.

Am besten eignen sich bei größeren Gärten automatische Bewässerungssysteme. Damit brauchst du nicht mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch zu hantieren. Die Systeme lassen sich zeitlich voreinstellen.

Noch bessere System messen die Bodenfeuchte über einen Sensor. Damit kann die Bewässerung genau bei Bedarf und genau in der richtigen Menge stattfinden. Das senkt Verbrauch und Aufwand erheblich.

Nutze Schatten

Wenn du genügend Schatten in deinen Garten bringst, werden dein Boden und deine Pflanzen gleichermaßen geschützt. Das reduziert deinen Aufwand für die Pflege und die Wassermenge, die du für das Gießen brauchst.

Schatten lässt sich auf verschiedenen Wegen in deinen Garten bringen. Einer davon ist es, einfach ein paar schattenspendende Bäume oder Sträucher anzupflanzen. Diese halten die Sonne von den anderen Pflanzen und dem Boden in ihrer unmittelbaren Umgebung fern.

Du kannst auch deine Kräuter und Blumen kombinieren und die sonnenempfindlichen Sorten zwischen anderen, höher wachsenden, unterbringen. Sorg dafür, dass die Pflanzendecke geschlossen ist, damit der Boden selbst nicht austrocknen kann. Bring im schlimmsten Fall Netze über deinem Garten auf Stangen an, damit die schlimmsten Sonnenstrahlen gemildert werden.

Schneide und Dünge deine Hecken, Sträucher und Bäume

Im Sommer ist es Zeit, die Hecken, Sträucher und Bäume zu pflegen. Dazu gehört der richtige Schnitt, damit sie noch vor dem Winter neue Triebe ausbilden können. Dann blühen sie im Hebst ein zweites Mal.

Dünge deine Pflanzen nach dem Schnitt, damit sie genügend Nährstoffe für das Ausbilden der neuen Triebe zur Verfügung haben. Zugleich hilft ihnen das über den Winter und verhindert das Wachsen von Moos. Dabei solltest du organischen bzw. veganen Dünger verwenden, denn dieser bedeckt den Boden und gibt die enthaltenen Nährstoffe nach und nach ab. Damit erhalten die Pflanzen jeden Tag das, was sie brauchen, anstatt einmal überdüngt zu sein und danach leer auszugehen.

Weitere Schönheitsarbeiten

Im Sommer blüht dein Garten auf, doch die Blüten verwelken auch wieder. Entferne diese, um das Bild nicht zu stören und damit die betroffenen Pflanzen neue Blüten für einen zweiten Durchgang ausbilden können.

Neben den Blüten kommt aber auch das Unkraut, das sich auf den Beeten, Einfahrten und Gehwegen ausbreitet. Jäte die Bete bei großer Hitze und lass das Unkraut danach liegen. Es wird sehr schnell vertrocknen und dann eine Mulchschicht bilden, die den Boden schützt. Bring Rindenmulch aus, der dem Unkraut etwas entgegensetzt.

Nach dem du die Einfahrten und Gehwege von dem Unkraut befreit hast, füll die Ritzen und Fugen mit Kieseln bzw. Sand auf. Dann brauchst du hier nicht bald wieder gegen das Unkraut vorzugehen.

Zeit zum Säen und zum Ernten

Säe im Sommer, damit du im Herbst ernten kannst. Von Juli bis August ist es an der Zeit für:

  • Chinakohl
  • Dill
  • Buschbohnen
  • Feldsalat
  • Kerbel
  • Fenchel
  • Möhren
  • Kohlrabi
  • Petersilie
  • Radieschen
  • Wirsing

Bei Erdbeeren säst du im Juli, doch du erntest erst im folgenden Jahr. Dann tragen sie für 3 Jahre viele Früchte für dich. Dann kommen die Brom- und Himbeeren an die Reihe und danach kommt im August die Obersternte mit Kirschen und Pflaumen.

Bekämpfe Schädlinge

Achte darauf, dass dein Garten nicht das Opfer von Schädlingen wird. Nur dann kannst du die Ernte genießen bzw. dich an dem Anblick erfreuen. Im Sommer sind es vor allem die Schnecken und Blattläuse, die aktiv sind. Achte auf deine Pflanzen und halte nach diesen Schädlingen Ausschau. Das gilt insbesondere für junge Pflanzen.

Wenn sich Schädlinge in deinem Garten befinden, gibt es verschiedene natürliche Mittel, zu denen du greifen kannst. Vermeide den Einsatz von Chemikalien, die sich dann in deinem Essen wiederfinden bzw. auch nützlichen Tieren zu Leibe rücken würden. Das braucht niemand. Arbeite lieber mit der richtigen Kombination aus verschiedenen Pflanzen, dem Mulchen und veganem Dünger. Dann gehst du dem Problem so an den Kragen, wie es die Natur vorgesehen hat.