Wenn du richtig vorgehst, kannst du Tomaten ganz einfach und problemlos in einem Gemüsebeet kultivieren. Das geht sogar zusammen mit anderen Pflanzen. Wir verraten dir, wie du die beste Ernte bekommst. Alles, was du tun musst, ist ein paar einfache Regeln einzuhalten.

Das Ganze beginnt mit dem richtigen Standort, setzt sich fort mit den anderen Pflanzen als Nachbarn und dann ist da noch die eigentliche Pflege. Hier findest du alles, was du wissen musst und noch ein paar nützliche Tipps.

Der Standort

Der erste und einer der entscheidenden Faktoren für eine gute Ernste ist deren Standort. Die Tomatenpflanze muss sich dort wohlfühlen. Nur dann schenkt sie dir viele pralle Früchte. Beim Standort kommt es vor allem auf die Sonne an. Je mehr die Pflanze davon erhält, desto besser. Das Minimum liegt bei 8 Stunden Sonnenlicht jeden Tag.

Neben der Sonne ist es wichtig, dass der Standort auch keinem starken Wind oder Regen ausgesetzt ist. Im schlimmsten Fall heißt das, dass du einen entsprechenden Schutz selbst schaffen musst, ohne dabei die Sonne auszusperren.

Die Pflanzen sollten darüber hinaus nicht zu dicht stehen. Achte auf einen Mindestabstand innerhalb einer Reihe von 70 cm. Die Reihen selbst sollten wiederum 80 cm voneinander entfernt sein.

Die Nachbarn

Tomaten eignen sich hervorragend, um sie mit anderen Pflanzen zusammen anzubauen. Du musst aber auch hier einige Dinge beachten. Das beginnt damit, dass Tomatenpflanzen Starkzehrer sind. Das bedeutet, dass sie dem Boden sehr viele Nährstoffe entziehen. Wenn du eine Mischkultur aufbaust, sollten die anderen Pflanzen und die Tomaten sich nicht gegenseitig die Nährstoffe wegnehmen. Das würde das Wachstum aller Beteiligten beinträchtigen.

Es gibt jedoch eine Reihe von Pflanzen, die sich sehr gut mit Tomaten vertragen. Diese guten Nachbarn sind Basilikum, Petersilie, Buschbohnen, Knoblauch, Möhren, Paprika, Salat und die Kapuzinerkresse. Keine so guten Nachbarn sind dagegen Kartoffeln, Erbsen, Auberginen, Zwiebeln und Fenchel.

Der Boden

Auch hinsichtlich des Bodens gibt es einiges zu beachten. Du solltest im Bedarfsfall überprüfen, ob dein Boden den Tomaten eine gute Grundlage liefert. Wenn das nicht so ist, dann sollte der Boden entsprechend vorbereitet werden. So kann zum Beispiel ein lehmiger Boden mit Lavasplitt oder Sand angepasst werden. Sandige Böden lassen sich mit Bentonit und Zeolith verbessern. Das bewirkt auch gleich noch eine bessere Zirkulation für Wasser und Luft.

Tomaten lieben einen nährstoffreichen Boden, der locker und durchlässig ist. Sein pH-Wert sollte zwischen 6,6 und 7 liegen. Es ist angeraten, vor dem Einpflanzen der Tomaten den Boden zuerst mit einem Langzeitdünger zu behandeln. Dann finden die Starkzehrer auch tatsächlich genügend Nährstoffe vor.

Das Einpflanzen

Das Einpflanzen selbst wiederum sollte mit Vorsicht geschehen, denn die jungen Pflanzen sind sehr empfindlich. Vor dem eigentlichen Einpflanzen sollten diese ein wenig abgehärtet werden. Dafür stellst du sie mit ihrem Topf für einige Stunden nach draußen in den Halbschatten und das wiederholst du für einige Tage. So können sie sich an die Bedingungen gewöhnen.

Nach einigen Tagen der Abhärtung und wenn sie mindestens 30 Zentimeter hoch sind, kannst du sie im Beet einpflanzen. Das sollte nach Möglichkeit Ende Mai geschehen, sobald die Bodentemperaturen 15 Grad erreicht haben.

Das Einpflanzen geschieht dann so, dass du zuerst ein Loch für die Pflanze aushebst. Dieses Loch sollte die doppelte Größe der Wurzelballen aufweisen. Es sollte einen Spatenstich tief sein. Reichere das Loch nun als erstes einmal mit etwas Kompost an. Entferne die Keimblätter von den Tomatenpflanzen und topfe sie aus.

Setze die Pflanzen in die Mitte des Erdloches. Danach setzt die die Rankhilfe ein. Sobald das geschehen ist, füllst du das Pflanzloch mit Erde auf und drückst diese danach vorsichtig fest. Als nächstes gießt du die Pflanze sehr ausgiebig.

Die Rankhilfe solltest du unbedingt mit der Pflanze in die Erde bringen. Wenn du das später tust, läufst du Gefahr, dass du dabei die Wurzeln beschädigst. Das wird sich negativ auf die Ernte auswirken.

Schutz gegen Regen und Wind

Gartenbeete haben eine signifikante Eigenschaft: Sie befinden sich im Freien. Das heißt für deine Tomaten, dass sie dem Wetter offen ausgesetzt sind. Gerade nach dem Einpflanzen, wenn sie noch jung sind, stellt das für deine Tomatenpflanzen eine Herausforderung dar. Du musst daher eingreifen und ein wenig Schutz liefern.

Neben der Witterung selbst, ist dauerhafter Regen auch dahingehend schlecht, dass es dadurch zu einer ständigen Feuchtigkeit kommt. Diese zieht Pilze und Tomatenkrankheiten, wie zum Beispiel die Braunfäule, an.

Ein Regenschutz dient also davor, nicht nur den Regen abzuhalten, sondern insgesamt zu viel Feuchtigkeit zu verhindern. Dafür kannst du zum Beispiel eine Folie mit Löchern anbringen, ein Folienzelt aufbauen, eine Tomatenhaube nutzen oder ein Tomatendach bzw. Tomatenhaus errichten.

Das Düngen

Tomaten sind Starkzehrer und das heißt, sie brauchen eine Menge Nährstoffe. Diese sollten nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern ständig verfügbar sein. Dafür brauchst du Hornspäne, Kompost und den richtigen Dünger.

Die Grundlage bietet der Kompost bzw. die Hornspäne. Diese kommen direkt beim Einpflanzen mit in das Pflanzloch. Damit ist die erste Versorgung sichergestellt. Danach gibt es alle zwei bis drei Wochen Flüssigdünger. Sobald sich die ersten Früchte zeigen, solltest du den Dünger jede Woche ausbringen.

Was sich besonders gut eignet, ist organischer bzw. veganer Dünger. Dazu kommen einige Hausmittel wie zum Beispiel Kaffeesatz, Tee oder Brennnesselsud. Sorg damit dafür, dass die Tomaten ständig genügend Nährstoffe bekommen und keine Lücken in der Versorgung entstehen.

Das Gießen

Die Tomaten brauchen viel Sonne. Das bringt jedoch eine Menge Hitze und einen hohen Wasserverbrauch. Daher brauchen sie auch eine regelmäßige Bewässerung. Dabei solltest du immer darauf achten, dass du von unten gießt und die Blätter nicht befeuchtest. Nässe auf den Blättern kann nämlich sehr schnell eine der typischen Tomatenkrankheiten bringen. Darüber hinaus sorgen Wassertropfen auf den Blättern wie Lupen für die Sonnenstrahlen. Diese werden dadurch gebündelt und verbrennen die Pflanze regelrecht.

Gieß am bestem immer mit Regenwasser. Verwendest du dagegen Leitungswasser, dann sollte dieses abgestanden und dazu noch lauwarm sein. Sorge dafür, dass die Erde feucht, aber nicht nass ist. Gieß jeden Tag, am besten am frühen Morgen. Wenn es richtig heißt wird, dann gieße auch ruhig mehrmals am Tag. Achte dabei auf einen steigen Rhythmus und eine gleichbleibende Menge. Dadurch können sich die Pflanzen mit der Zeit gut darauf einstellen.